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Sind Küchenmesser Bakterienschleudern?

Fleisch Gemüse kontaminiert durch MesserWenn man die Frage genau so nimmt, wie sie gestellt ist, dann kann man nur mit JA, antworten. Küchenmesser übertragen Keime zwischen Fleisch und Obst sowie Gemüse. Teils mehr, teils weniger, je nach Sorte des Gemüses.

Erst das Hühnerfleisch schneiden und danach die Tomaten und Karotten. Jeder der mit demselben Küchenmesser schneidet, ohne dieses zwischendurch mit heißem Wasser zu reinigen, läuft sehr große Gefahr, ernsthafte Krankheitserreger zu übertragen. Im schlimmsten Fall Coli-Bakterien oder Salmonellen.

Eine Studie der Universität Georgia hat deutlich gezeigt, dass sich diese Bakterien regelrecht am Messer festklammern. Bei jedem Schnitt in ein neues Schneidgut werden diese Bakterien weiter transportiert. “Vielen Menschen, selbst guten Köchen, ist meist nicht bewusst, dass Sie der Verbreitung von Bakterien Vorschub leisten”, sagt Horst K. Berghäuser von Messer.me in Berlin.

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Bakterien klammern sich am Messerstahl fest

Die Studienleiterin M. Erickson kontaminierte das Gemüse mit Bakterien, die man auf anderen Lebensmitteln finden kann, darunter auch die oben schon genannten Salmonellen und E. Coli. Infiziert sich jetzt ein Mensch mit diesen Keimen wird es im besten Fall nur zu Durchfall und Erbrechen kommen. Weitere Folgeerkrankungen können nicht ausgeschlossen werden. Bei der Studie wurden nur Küchenmesser und Küchenreiben verwendet. “Die Gefahr, dass man Bakterien transportiert, wenn das Küchenmesser nicht mit heißem Wasser gut gereinigt wird, ist extrem hoch”, so Berghäuser von Messer.me

Tomaten sind ein guter “Verteiler”

Tomaten waschenJe nach Nahrungsmittel ist die Wahrscheinlichkeit höher oder geringer das Bakterien verteilt werden. Richtige “Bakterienschleudern” sind Tomaten und Erdbeeren. Warum und wieso das so ist, können die Wissenschaftler nicht geben. Was aber sicher ist, wenn Gemüse oder Obst belastet ist, dann ist es sehr schwer die Keime zu entfernen. Da hilft nur intensives Waschen und mehrfaches Waschen, was auch nicht immer zum Erfolg führen muss.

Hanns Moshammer vom Institut für Umwelthygiene an der MedUni Wien sieht die Ergebnisse der Studie nicht ganz so dramatisch: „Gemüse kann oberflächlich kontaminiert sein, das kommt manchmal vor. Diese Erreger lassen sich aber großteils durch gründliches Waschen beseitigen. Gefährlicher ist, Fleisch, vor allem Geflügel, mit einem Messer zu bearbeiten und anschließend mit Gemüse zu hantieren, ohne die Utensilien zu reinigen.“

Was tun bei einer Infektion?

Hat man sich solche Bakterien eingefangen hilft nur der Gang zum Arzt. Wahrscheinlich ist, dass bei einer Infektion auch vom Arzt ein Antibiotikum verordnet wird. Allerdings kann es sein, dass das Penicillin nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Es bietet sich an auch Manuka Honig auszuprobieren. Das dieser extrem antibakteriell und antiseptisch ist.

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Weniger Ansteckung im privaten Haushalt

Insbesondere bei industriell verarbeitetem Fleisch, das sehen wir aktuell gerade in der Sache des Fleischanbieters aus Bayern, kann es schon mal zu Vorfällen kommen, da schon mal schlampig gearbeitet wird. Im privaten Haushalt ist die Ansteckung eher unwahrscheinlich, da die Lebensmitteln rasch, schnell und sauber direkt nach der Bearbeitung mit einem Küchenmesser auch weiterverarbeitet, gekocht und dann verzehrt werden. Da reicht eine allgemein gute Küchenhygiene aus. Also beim Wechseln des Schneidgutes, etwa von Fleisch zu Gemüse oder Obst, das Küchenmesser mit sehr heißem Wasser abwaschen, das Messer trocknen und schon kann es weiter gehen.

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Kaufen Sie nur frische Zutaten, nach dem Waschen möglichst blanchieren. Die Hände öfters reinigen, vor allem nach einem Toilettengang, das schützt vor Erkrankungen.

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Kommentare

Claus 16. August 2016 um 17:54

Toller Artikel zur Hygiene 🙂

Gefällt mir sehr gut.

Ich bin der Meinung, dass man bei guter Küchenhygiene super arbeiten kann 🙂

Besten Gruß

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